Tourismus & Reisen

Dein nächstes Traumziel: Albanien

Albanien und Luxus? Das passt auf den ersten Blick vielleicht nicht zusammen. Aber genau da liegst du falsch. Das kleine Balkanland an der Adria- und Ionischen Küste hat sich in den letzten Jahren ziemlich leise zu einem der spannendsten Reiseziele Europas entwickelt.

Warum gerade Albanien?

An der kroatischen Küste oder auf den griechischen Inseln drängeln sich die Touristen mittlerweile dicht an dicht. Albanien hingegen hat noch, was am Mittelmeer so selten geworden ist: echte Ruhe, leere Strände und das Gefühl, etwas zu entdecken, das nicht schon tausendfach auf Instagram geteilt wurde.

Die Albanische Riviera entlang der Ionischen Küste erinnert mit ihrem klaren Wasser und den versteckten Buchten an Griechenland vor 30 Jahren. Wer einmal dort war, will direkt wiederkommen. Das Schöne daran ist, dass das Land sich gerade erst für Touristen öffnet, ohne seinen Charme zu verlieren.

Und dann wären da noch die Preise. Ein Espresso für unter einem Euro, frischer Fisch direkt am Meer für ein paar Euro, und Unterkünfte, die sich im Vergleich zu Westeuropa fast geschenkt anfühlen.

Laut DERTOUR gehört Albanien inzwischen zu den vielseitigsten Reisezielen auf dem Balkan.

Für jeden Reisetyp das Richtige

Für jeden Reisetyp das Richtige

Egal, welcher Urlaubstyp du bist – in Albanien wirst du garantiert fündig:

Strandliebhaber

Die Albanische Riviera ist wie gemacht für dich. Der Küstenabschnitt zwischen Vlora und Saranda hat einige der schönsten Strände am ganzen Mittelmeer. Ksamil ganz im Süden kommt mit kleinen vorgelagerten Inseln und glasklarem Wasser daher. Wer es ruhiger haben will, wird am Mirror Beach zwischen Ksamil und Saranda oder am langen Kiesstrand von Borsh fündig.

Dhërmi Beach gilt unter Kennern als einer der schönsten Strände des gesamten Balkans.

Wanderer und Naturliebhaber

Im Norden wird es wild. Die Albanischen Alpen (Prokletije) sind ein echtes Outdoor-Abenteuer. Die Wanderung von Theth nach Valbona zählt zu den beliebtesten Trekkingrouten Südosteuropas: Es gibt tief eingeschnittene Täler, tosende Wasserfälle und eine unglaubliche Stille. Den Komani-Stausee kannst du per Boot erkunden, und die Fahrt durch die enge Schlucht fühlt sich fast an wie ein Miniatur-Fjord.

Auch im Süden kommen Wanderer auf ihre Kosten. Das Zagoria-Tal mit seinen heißen Quellen und der Nationalpark Butrint, wo antike Ruinen mitten in dichter Vegetation stehen, sind definitiv einen Abstecher wert.

Städtebummler und Kulturbegeisterte

Tirana ist eine Stadt, die dich überraschen wird. Wo früher graue Sowjet-Fassaden standen, leuchten heute knallige Farben von den Wänden. Überall sprießen neue Cafés, Bars und Galerien aus dem Boden. Die Stadt hat eine gewisse Energie, ohne dass es zu hektisch wird.

Falls du Lust auf etwas Geschichte hast: Das Bunk’Art-Museum in einem ehemaligen Bunker aus der kommunistischen Ära ist ziemlich beeindruckend.

Wer sich für Geschichte begeistert, sollte die UNESCO-Weltkulturerbestätten Berat und Gjirokastra auf die Liste setzen. Berat, die „Stadt der tausend Fenster“, hat osmanische Architektur und eine Burganlage hoch über dem Fluss Osum, in der tatsächlich noch Menschen wohnen. Gjirokastra, die „Stadt aus Stein“, zieht dich mit ihren historischen Steinhäusern und verwinkelten Gassen sofort in ihren Bann.

Und Shkodra im Norden ist das Tor zu den Albanischen Alpen. Du findest dort eine lebhafte Altstadt (samt Burg Rozafa mit Rundumblick) – und drumherum nichts als Berge.

Was du unbedingt dabeihaben solltest

Damit vor Ort alles glattläuft, solltest du ein paar Sachen auf dem Schirm haben:

  • Gültiges Ausweisdokument: Laut dem Auswärtigen Amt brauchst du als deutscher Staatsangehöriger für einen Aufenthalt bis 90 Tage kein Visum. Reisepass oder Personalausweis reichen, müssen bei Einreise aber noch mindestens drei Monate gültig sein.
  • eSIM für Albanien: Vor Ort eine lokale SIM-Karte zu organisieren, kann nerven. Mit einer eSIM Albanien bist du direkt nach der Landung online. Aktiviere sie einfach vor dem Abflug und vermeide hohe Roaming-Gebühren (Albanien fällt nämlich nicht unter die EU-Roaming-Regelung).
  • Bargeld in Lek: Die Landeswährung heißt Lek. Kartenzahlung funktioniert in den Städten meistens, auf dem Land eher weniger. Also immer etwas Bargeld einstecken. Am günstigsten tauschst du vor Ort oder du hebst Geld vom Automaten ab (beachte aber, dass je nach Zahlungskarte Gebühren anfallen können).
  • Gute Wanderschuhe: Egal wo es dich hinführt – ob es dich in die Albanischen Alpen zieht oder nur für einen Tagesausflug zum Blauen Auge (Syri i Kaltër) – festes Schuhwerk gehört ins Gepäck. Viele Wege sind unbefestigt und steinig.
  • Reiseapotheke und Sonnenschutz: Die medizinische Versorgung ist nicht überall auf dem Niveau, das du vielleicht gewohnt bist. Eine kleine Reiseapotheke kann nicht schaden. Und Sonnencreme brauchst du auf jeden Fall, der albanische Sommer kann heiß werden.
  • Leichte Kleidung zum Überziehen: Wenn du Moscheen oder orthodoxe Kirchen besichtigen willst, solltest du Schultern und Knie bedecken können. Ein dünnes Tuch oder ein leichtes Langarmshirt im Rucksack reicht völlig.
  • Reiseversicherung: Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport lohnt sich, besonders wenn du in abgelegenen Gebieten wandern gehst.

Albanien wartet auf dich

Strand an der Riviera, Trekking in den Alpen oder Städtetrip durch bunte Altstädte: Albanien hat für so ziemlich jeden etwas, und das zu niedrigen Preisen. Dazu kommt eine Küche, die mediterranes Flair mit Balkan-Tradition mixt: frischer Fisch, hausgemachter Byrek, süßer Baklava und natürlich Raki, der traditionelle Traubenschnaps, der quasi zu jeder Mahlzeit dazugehört.

Vergiss die Klischees, pack deinen Rucksack und lass dich auf ein Reiseziel ein, das noch als Geheimtipp gilt. Lange wird es das sicherlich nicht mehr bleiben.

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