Dr. Susanne Kessner gehört zu den wenigen Ärztinnen, die schulmedizinisches Wissen, Naturheilkunde und energetische Medizin zu einem stimmigen Gesamtansatz verbinden. Seit vielen Jahren widmet sie sich der Frage, wie Heilung entsteht und wie Körper, Nervensystem und Biofeld sich gegenseitig beeinflussen. Ihre Arbeit basiert auf medizinischer Erfahrung, fundierten energetischen Ausbildungen und einer tiefen spirituellen Praxis.
Im Interview spricht Dr. Kessner darüber, wie sie zur Energiemedizin fand, wie sich das menschliche Biofeld erklären lässt und welche Erfahrungen Menschen in ihren Seminaren, freien Zeremonien und Behandlungen machen. Ihre Antworten geben einen klaren Einblick in die Verbindung von Wissenschaft, Energiearbeit und moderner spiritueller Begleitung und zeigen, wie Heilung auf mehreren Ebenen unterstützt werden kann.
Interview mit Dr. Susanne Kessner

© Uwe Merz
Was hat Sie zur Energiemedizin und Arbeit mit dem Biofeld geführt?
Ich wollte seit meinem 4. Lebensjahr Ärztin werden. Nach zwei Facharztausbildungen und den Zusatzbezeichnungen Naturheilkunde und Homöopathie war ich noch immer auf der Suche. Nach vielen Fortbildungen und der Anwendung von Akupunktur, Neuraltherapie, Kinesiologie, Bioresonanztherapie und anderen naturheilkundlichen Methoden ging diese Suche weiter nach effektiveren Behandlungsmöglichkeiten für die Menschen, die in meine Praxis kamen.
Im Jahr 1995 habe ich dann die amerikanische Heilerin Rosalyn Bruyere und ihre Arbeit mit dem Energiefeld kennengelernt. Nach einem intensiven Seminar bei ihr war mir sofort klar, daß ich hier das finden konnte, was ich immer gesucht hatte: das, was unter dem Sichtbaren liegt und das, was aus einer höheren Ebene insgesamt heilsam wirkt.
Ich habe danach sofort begonnen, diese Arbeit am Energiefeld in meinen Behandlungen anzuwenden. Letztendlich war es das sehr positive Feedback meiner Patienten zur Energiearbeit, das mich veranlasst hat, weiter und weiter zu lernen und bis heute dabei zu bleiben.
Wie erklären Sie Ihren Klientinnen und Klienten das Biofeld und seine Wirkung in einfachen Worten?
Überall in unserem Körper fließt ein leichter Gleichstrom. Wir können diese elektrische Aktivität messen, z.B. beim EKG am Herzen, beim EEG zur Gehirnstrommessung oder der Messung der Nervenleitfähigkeit. Überall wo Strom fließt entsteht auch ein elektromagnetisches Feld, so auch in und um uns. Die Feldstärken lebender Organismen sind relativ klein und deshalb nur mit sehr empfindlichen Geräten meßbar.
Es wurde jedoch in wissenschaftlichen Studien bereits eindeutig das Magnetfeld des Herzen z.B. nachgewiesen und auch das Licht, das Zellen und der menschliche Körper ausstrahlen, sichtbar gemacht. Wenn ein Körper einen Mangel an Lebensenergie aufweist, dann ist dieser lebendige Fluß gestört. Die Zellkommunikation, die u.a. auch über Lichtwellen funktioniert, ist nicht mehr optimal. Zellen und Organe verlieren dadurch an Vitalität und Regenerationsfähigkeit.
Bei der Arbeit am Biofeld schaue ich zuerst, wie die Energieverteilung im Körper ist, wo der Körper Energie verliert, sich etwas staut oder Schmerzen wahrzunehmen sind. Da auch ich ein leitfähiges Medium bin und gelernt habe, gezielt Energie mit meinen Händen in einen anderen Körper zu übertragen, kann ich auf diese Weise dem Körper neutrale Energie zuführen, den natürlichen Fluß im Körper anregen und kranke Organe gezielt revitalisieren.
Durch die Mitbehandlung von Gehirn und Nervensystem entsteht gleichzeitig ein tiefer Entspannungszustand, der die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützt.
Dr. Susanne Kessner über die Kraft des Biofeldes

Was macht Ihren Seminarzyklus als „Mysterienschule“ aus und was lernen Teilnehmer dort?
Im Seminarzyklus Energiemedizin lernen die TeilnehmerInnen über alle Aspekte des Energiefeldes und des Chakrasystems. Neben dem Verständnis bezüglich der körperlichen Ebene geht es auch um Selbsterkenntnis der eigenen emotionalen und mentalen Muster, die sich ebenfalls im Energiefeld widerspiegeln und entweder förderlich oder auch destruktiv sein können. Teil der Ausbildung ist auch, während Energiebehandlungen gezielt Lebensenergie zu übertragen, um Heilungsprozesse anzuregen.
Gleichzeitig bedeutet Mysterienschule, über die verschiedenen spirituellen Ebenen zu lernen. Dazu gehört vor allem ein Training der Verfeinerung aller Sinneswahrnehmungen, um diese hohen Frequenzen empfinden zu können. Ziel ist neben der Selbstvervollkommnung zu lernen, Weisheitsimpulse aus der geistigen Welt wahrzunehmen, die unser tägliches Leben bereichern und erleichtern können.
Was ist Ihnen bei freien Trauungen und Taufen besonders wichtig?
Viele Menschen und vor allem Jüngere haben heute keine Anbindung mehr an eine spirituelle Gemeinschaft oder Institution und doch gleichzeitig den Wunsch nach einer religiösen Zeremonie für die besonderen Anlässe im Leben. Als Pastorin einer christlich-reformierten amerikanischen Kirche biete ich deshalb freie Trauungen und Taufen an.
Mit den Paaren führe ich vorher intensive Gespräche, um ihre ganz besondere Geschichte erzählen zu können und die Zeremonie nach ihren Wünschen zu gestalten. Oft gibt es bei den Paaren auch einen unterschiedlichen oder keinen spirituellen Hintergrund und sie wünschen sich eine Zeremonie, in der etwas Größeres, Verbindendes auf neutrale Weise angesprochen wird.
Letztendlich geht es mir darum, jedem, der darum bittet, einen Segen mit auf den Weg zu geben.
Wie unterstützen Meditation und Qigong das Nervensystem und die Selbstheilung?
Regelmäßige Meditation ist eine der effektivsten Methoden, um das Nervensystem zu entspannen und die Wahrnehmung der Sinnesorgane zu verfeinern. Gleichzeitig führt sie zu mehr emotionaler und mentaler Stabilität, indem sie Hirnbereiche wachsen lässt, die für Impulskontrolle zuständig sind.
Es werden vermehrt Neurotransmitter freigesetzt, die sich positiv sowohl auf den Körper als auch die Stimmung auswirken. Für das energetische Heilen und den Kontakt zu den spirituellen Ebenen ist das Erlenen veränderter Bewußtseinszustände grundlegend, um diese Arbeit zu meistern.
Qigong ist eine Abfolge verschiedener Bewegungsformen, die vor allem auf das Energiefeld des Menschen wirken. Wir werden dadurch besser geerdet und unser Biofeld wird insgesamt ausgeglichen und gefüllter. Gleichzeitig wirken die Übungen beruhigend und entspannend.
Viele Qigongformen sind auch von Menschen ausführbar, die sonst nicht in der Lage zu sportlichen Aktivitäten sind.
Was empfehlen Sie Menschen, die erstmals Energiemedizin oder spirituelle Entwicklung ausprobieren möchten?
Wer Interesse an energiemedizinischen Behandlungen hat, sollte sich eine Person suchen, die dafür gut ausgebildet ist und auch medizinische Kenntnisse hat. Wie immer gilt auch hier: Heilversprechen sind unseriös. Es ist gut, es auszuprobieren und sich eine Behandlung geben zu lassen. Wenn Sie dabei etwas spüren im Körper, Dinge sich verändern durch die Behandlung oder es Ihnen einfach gut tut, dann sind Sie wahrscheinlich in guten Händen. Sie können die Behandlung auch nachwirken lassen und dann entscheiden, ob Sie weitermachen möchten.
Spirituelle Entwicklung kann man nicht ausprobieren. Wir sind alle auf diesem Weg, ob uns das bewusst ist oder nicht. Unsere Seele möchte wachsen, sich verbessern, lernen und gleichzeitig eine gute Zeit hier auf der Erde haben. Wenn es eine innere Sehnsucht danach gibt oder eine Passion im Herzen, dann sollten wir diesem Zug folgen.
Es ist gut sich eine/n Lehrerin/ Lehrer zu suchen, die/ der gut geerdet und umfassend ausgebildet ist und für die Freundlichkeit und Respekt selbstverständlich sind.
Über Dr. Susanne Kessner
Dr. med. Rev. Susanne Kessner ist Fachärztin für Allgemeinmedizin, Naturheilkunde und Homöopathie und seit 1993 in eigener Praxis tätig. Seit 1995 bildet sie sich bei der US-Heilerin Rosalyn L. Bruyere im energetisch-spirituellen Heilen weiter und wurde 2010 als Reverend der Healing Light Center Church ordiniert. Ihre Arbeit verbindet moderne Medizin mit Energiemedizin und richtet sich an Menschen, die körperliche Heilung und spirituelle Entwicklung suchen.


