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Alternativen zur Zigarette – was andere Länder nutzen

Die Zigarette ist das Hauptprodukt für den Nikotinkonsum, sie existiert seit Jahrhunderten und wurde industriell immer weiterentwickelt. Obwohl die Preise zunehmend gestiegen sind, gibt es in den meisten Ländern immer noch viele Raucher, lediglich Schweden gilt in Europa als rauchfreies Land. Auf den Nikotinkonsum wird deshalb aber nicht verzichtet, stattdessen herrschen andere Konsumformen vor. Wir erklären die unterschiedlichen Produkte, die in den letzten Jahren die Märkte erobert haben. 

Snus ist die skandinavische Alternative zur Zigarette

In Schweden konsumiert man Nikotin ohne Rauch, in Form von Tabakbeuteln, für unter die Zunge. Der traditionelle, braune Snus besteht aus gemahlenem Tabak in einem Beutel, der gemischt mit Salz und Wasser unter die Zunge geschoben wird

Da diese tabakhaltige Variante in Deutschland und dem Großteil der Europäischen Union aufgrund strenger Tabakrichtlinien verboten ist, hat sich der Markt in den letzten Jahren verändert. 

Die Hersteller reagierten auf die rechtlichen Barrieren mit der Entwicklung von sogenannten Nicotine Pouches oder White Snus. Diese Beutel enthalten keinen Tabak mehr, sondern basieren auf funktionellen Pflanzenfasern, die mit Nikotinsalzen und Aromen wie Minze, Kaffee oder Zitrusfrüchten angereichert sind. 

Weil die gesetzlichen Verbote in Ländern wie Deutschland nur für oralen Tabak gelten, füllt diese weiße Variante eine juristische Lücke und ist im regulären Handel angekommen.

Die Mundschleimhaut nimmt den Wirkstoff direkt auf, was zu einer kontinuierlichen Abgabe führt. Verbraucher schätzen dabei die vollständige Geruchlosigkeit, die den Konsum in der Öffentlichkeit, in Zügen oder im Büro ermöglicht, ohne Mitmenschen durch Passivrauch zu belästigen. 

Dennoch dürfen Sie die Risiken nicht ausblenden. Das Abhängigkeitspotenzial ist durch die rasche Nikotinaufnahme hoch, und der dauerhafte Kontakt kann zu lokalen Schädigungen des Zahnfleisches sowie zu einer Belastung des Herz-Kreislauf-Systems führen.

E-Zigaretten werden in vielen Ländern genutzt

e-zigaretten land

In Staaten wie Großbritannien oder den USA haben elektronische Zigaretten, auch Vaporizer genannt, das Straßenbild stark verändert. Bei diesen Systemen wird kein Tabak verbrannt, sondern eine Flüssigkeit, das sogenannte Liquid, durch eine elektrisch beheizte Spirale verdampft. Die Flüssigkeiten bestehen meist aus Propylenglykol, Glycerin, Aromastoffen und wahlweise Nikotin.

Der Markt bietet einfache Pod-Systeme, Einweg-E-Zigaretten und Geräte zur individuellen Nutzung. In einigen Ländern wie Großbritannien wird die E-Zigaretten als Form der Schadensminimierung für Raucher genutzt. In Deutschland beispielsweise ist man hingegen streng und hat jüngst erst ein Mentholverbot auf den Weg gebracht. 

Tabakerhitzer sind das Zwischending aus E-Zigarette und Zigarette

Diese Technologie, die vor allem in Japan und einigen osteuropäischen Ländern hohe Marktanteile erzielt, ist die Lücke zwischen zwei verschiedenen Systemen.

Betrieben werden die Geräte mit Tabaksticks, die in ein Heizgerät gesteckt werden. Das Gerät erhitzt den Tabak auf Temperaturen von etwa 250 bis 350 Grad Celsius, anstatt ihn zu verbrennen.

Es entsteht kein Rauch, sondern ein nikotinhaltiges Aerosol. Da das typische Aroma von echtem Tabak erhalten bleibt, fällt vielen Rauchern der Umstieg auf diese Systeme leichter als der Wechsel zu fruchtigen E-Zigaretten. 

Die Schadstoffbelastung ist im Vergleich zur herkömmlichen Zigarette reduziert, da die giftigen Verbrennungsprodukte wie Teer entfallen, eine Suchtgefahr bleibt jedoch unverändert bestehen.

Schnupftabak ist nur noch selten im Einsatz

Diese historische Konsumform führt auf den modernen Märkten nur noch ein Nischendasein. Das feingemahlene Tabakpulver wird durch die Nase eingesaugt, wodurch die Inhaltsstoffe über die Nasenschleimhaut in den Körper gelangen. Während das Produkt in einigen ländlichen Regionen Europas und im Rahmen von Traditionen noch präsent ist, spielt es bei der globalen Verschiebung weg von der Zigarette kaum noch eine wirtschaftliche Rolle.

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