Es gibt Menschen, die eine Tür zu etwas öffnen, das wir im Alltag oft vergessen: die Verbindung zu Natur, Bewusstsein und einer ursprünglichen Form von Heilung. Alexander Hassenstein – vielen bekannt als „Druide Paul“ – ist einer dieser Menschen. Sein Weg begann nicht als Berufswunsch, sondern als innere Erkenntnis, die sich während seiner geomantischen Ausbildung zeigte. Was damals als persönliches Interesse begann, entwickelte sich zu einer tiefen Berufung, die ihn heute zu einem einzigartigen Begleiter für Heilung, Naturspiritualität und Bewusstseinsarbeit macht.
In seinen Retreats, Ritualen und Energiearbeiten verbindet er altes Wissen mit moderner Achtsamkeit. Er zeigt Menschen, wie Wald, Jahreszeiten, geistige Wesen und Energiearbeit nicht nur heilsam wirken, sondern Orientierung geben können, besonders in Zeiten innerer oder äußerer Umbrüche. Dieses Interview gibt einen Einblick in die Denkweise und Arbeit eines Mannes, der Natur, Geist und Menschlichkeit auf besondere Weise miteinander verbindet.
Alexander Hassenstein im Interview

Wie begann Ihr persönlicher Weg in die Natur- und Heilarbeit als „Druide Paul“?
Das war am Ende meiner Geomantieausbildung, die ich aus purem Erkenntnisinteresse, also noch ohne berufliche Ambitionen, in Angriff genommen hatte. Da hatte ich ein Schlüsselerlebnis, mich als Druide in die heutige Welt zu stellen. Da war noch lange nicht klar, dass ich mich sogar so nennen würde (ist ja heute keine gängige Berufsbezeichnung).
Was erleben Menschen beim Waldbaden und wie wirkt es im Alltag nach?
Waldbaden ist ein Gesundheitsformat, das aus Japan kommt. Dort heißt es Shinrin-yoku und wurde sogar wissenschaftlich erforscht. Deshalb kann der gesundheitliche Nutzen eines längeren Aufenthalts im Wald als nachgewiesen angesehen werden. Stressabbau, Stärkung des Immunsystems und des Herz-Kreislaufsystems, Lösen von Ängsten und Depressionen sind nur einige der erforschten Wirkungen.
Je länger der Waldaufenthalt war, desto länger halten die positiven Auswirkungen an – teilweise über mehrere Wochen.
Beim Waldbaden werden mit dem bloßen Aufenthalt zwischen Bäumen verschiedene Übungen der Achtsamkeit, Entschleunigung und Entspannung verbunden, die Regeneration im heute oft übertakteten Alltag bedeuten und die gesundheitsfördernde Wirkung des Waldes an sich unterstützen.
Warum sind Rituale für Lebensübergänge und Jahreszeiten so wichtig?
Die Erde als lebendiger Organismus ist die Daseinsgrundlage aller Menschen. Das wird sich auch durch KI nicht ändern, wird aber mit Selbstverständlichkeit hingenommen, aus der heraus vielleicht noch über das Wetter geschimpft wird. Deshalb halte ich die Entscheidung, wahrnehmen zu wollen, was in unseren Breitengraden in den Jahreszeiten vor sich geht, für bedeutsam.
In der Ritualarbeit wird bewusst, was auch äußerlich sichtbar ist, aber es werden auch die Kräfte und Wesen, die sich in diesem Geschehen äußern, einbezogen. Dadurch kann eine liebevolle Beziehung zur Natur entstehen. Gemäß dem Motto „Was man liebt, das schützt man“ halte ich dies für einen Beitrag zum Umweltschutz und für ein Leben im Einklang (nicht in der Ausbeutung) mit unserem Planeten.
Meine Jahreskreisrituale beziehen sich auf die traditionellen acht keltischen Feste, von denen sich vier am Sonnenstand orientieren und vier jeweils zwischen zwei dieser Sonnenfeste liegen. Im Orden der Barden, Ovaten und Druiden (OBOD) werden heute diese Feste wieder gepflegt. Meine Rituale sind von dieser Tradition beeinflusst, aber individuell gestaltet.
Ich komme aus dem Christentum und erlebe meinen jetzigen Weg nicht als Widerspruch, sondern als Erweiterung desselben. Deshalb würde ich mich auch nicht als Neuheiden bezeichnen. Christus (in einem unkonfessionellen Sinne) wird in meinen Ritualen einbezogen, auch wenn er nicht immer namentlich genannt werden muss.
Jeder Lebensabschnitt hat seine besonderen Vorzüge und Herausforderungen. In einem bewussten Zusammenleben mit den Wesen der geistigen Welt, kann von dort Begleitung und Unterstützung erfahren werden. Außer dem Bewusstsein, dass etwas Neues beginnt, ist dies der eigentliche Anlass, Rituale zu feiern, wenn ein neuer Lebensabschnitt beginnt.
Wer nicht kirchlich organisiert ist, aber spirituelles Interesse hat und dabei von der druidischen Naturspiritualität und meinem individuellen Weg angesprochen wird, kann sich von mir sein individuelles Ritual gestalten lassen.
Wer an meinen Ritualen teilnehmen möchte, braucht keine Konfession zu wechseln und kein Glaubensbekenntnis abzulegen. Neugier und Offenheit für aktuelle Wege der Verehrung der höchsten Mächte, sind die einzige Voraussetzung.
„Druide Paul“ über Reiki und Wyda

Wie greifen Reiki, Wyda und Ihre Energiearbeit ineinander und für wen eignet sich das?
Den verschiedenen Methoden ist gemeinsam, dass sie mit nichtmateriellen Kräften und Wesen als Wirklichkeit arbeiten. Als Geistheiler unterscheide ich mich vom Arzt oder Heilpraktiker, indem ich keine Diagnosen stelle und meine Arbeit auch kein Ersatz für die Arbeit dieser Berufsgruppen sein soll.
Aber ich vermittele Kräfte, die das Selbstheilungssystem des behandelten Menschen stärken und dadurch andere Therapien unterstützen. Welche Methode zum Einsatz kommt, ist eine individuelle Entscheidung.
Geeignet ist das für alle, die ihre Gesundheit ganzheitlich fördern möchten. Eigenes Engagement ist dabei wichtig: Die Kraft, die z. B. beim Reiki übertragen wird, ist ein Geschenk der geistigen Welt (und als Heiler freue ich mich, dieses Geschenk überbringen zu dürfen). Was der empfangende Mensch dann mit diesem Geschenk macht, liegt in seiner Freiheit.
Oft sind Krankheiten ein Zeichen dafür, dass etwas verändert werden muss. Wenn dies nicht ergriffen wird, ist der Zustand vor der Behandlung ggf. bald wieder erreicht. Eigenaktives Verantwortungsbewusstsein für die Gesundheit und Offenheit für die Wirklichkeit des Übersinnlichen würde ich als optimale Voraussetzungen bezeichnen, aber nicht als Notwendigkeit. Einfach mal ausprobieren geht auch.
Wyda hat Schnittmengen mit der Geistheilung, allerdings setze ich es vornehmlich als präventives Gesundheitstool ein und verwende die Übungen z. B. auch beim Waldbaden.
Warum ist natur- und bewusstseinsorientierte Heilarbeit gerade heute so relevant?
In der Entwicklung der Menschheit haben wir uns immer weiter aus der Natur zurückgezogen. Sie ist gemeinhin nicht mehr Partner, sondern Sklave im Konsumalltag der heutigen Zeit. Auch in seiner Hinwendung zu Gott hat der Mensch sich aus der Natur in die Kirchen zurückgezogen.
Das ist in meinen Augen nicht bedauerlich, es ging einher mit erheblichem Kulturfortschritt, von dem wir alle profitieren. Diese Entwicklung ist aber nicht mehr steigerbar, die Naturkatastrophen der vergangenen Jahre und die Klimaerwärmung empfinde ich als Signale dafür.
Eine Möglichkeit der Weiterentwicklung sehe ich darin, sich wieder der Natur zuzuwenden, aber nicht um als Neandertaler zu enden, sondern um das fortschrittliche Leben des Menschen in einen organischen Zusammenhang mit der Erde zu setzen und zu einem Leben zu finden, das die Natur als Partner erlebt.
Für mich gehört dazu das aktive und bewusste Zusammenleben mit den geistigen Kräften und Wesen. Mit der Welt in Einklang zu leben, bedeutet auch, mit sich in Einklang zu leben. Es wird nicht helfen, zu warten, bis irgendwer beginnt. Alle können dort, wo sie sind, ganz im Kleinen beginnen. Jetzt.
In meinen Blogbeiträgen möchte ich Anregungen dazu geben. Mein Anliegen ist nicht, dass alle so denken wie ich, sondern, dass alle ihren individuellen Weg finden, mit unserem Heimatplaneten Erde in die Zukunft zu gehen.
Alle vorhin besprochenen Methoden und Angebote möchten diesen Weg beginnen zu gehen, und ich lade diejenigen ein, die sich von meinem Ansatz angesprochen fühlen, etwas von mir auf ihren Weg mitzunehmen, sei es eine gedankliche Anregung, ein entspannendes Wochenende, das Kraft für neue Taten bereitet, oder ein Impuls heilender Kräfte aus der geistigen Welt.
Welchen ersten Schritt empfehlen Sie Menschen, die spüren, dass sie mehr Verbindung suchen?
Nur Mut. Die Welt ist bunt. Alle dürfen die Welt letztlich so sehen, wie sie es möchten (die Grenzen zeigt sie uns selbst auf). Materialismus vermittelt Sicherheit. Der muss nicht sofort komplett aufgegeben werden. Hypothetisch, das eine oder andere darüber hinaus mal anzunehmen, tut nicht weh. Wenn dann nichts dagegen spricht, kann das ins Weltbild integriert werden.
Betrachtet Euer Weltbild nicht als fertig, das beschränkt. Malt immer weiter daran, bis zum letzten Tag Eures Lebens.
Ein niederschwelliges Angebot aus meinem Portfolio wäre Waldbaden.
Meine Angebote finden sich auf meiner Webseite. Dort sind auch alle Buchungs- und Kontaktmöglichkeiten zu finden.
Persönliche Gedanken
Abschließend möchte ich bemerken, dass ich mein Angebot noch ausbauen werde: Natur-Coaching spricht die individuelle Entwicklung an und ergänzt klassisches Coaching durch Elemente der Natur, die als Metaphern oder Symbole einbezogen werden. Bevorzugen werde ich als Ort dafür, den Wald, der auch hier sein Potenzial entfalten kann.
Energetische Trauer- und Sterbebegleitung bezieht Techniken der Geistheilung und des Coachings auf das Ende des Lebens oder auf das Trauern. Beides gehört als elementar wichtiger Bestandteil zum Leben.
Massagen sollen ein weiteres, niederschwelliges Angebot sein, führen aber in den Bereich des Energetischen über, indem Blockaden gelöst werden. Unterstützen möchte ich den manuellen Prozess durch das Arbeiten in einem Steinkreis, den ich mit geomantischen Methoden auch im Massagestudio aufbauen kann und der ein für die Behandlung passendes Energiefeld bereitstellt.
Das sind keine fernen Zukunftsvisionen (von denen spreche ich noch nicht), sondern das soll ab Anfang 2026 bei mir gebucht werden können.
Ich freue mich bereits darauf.


