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Was verdient ein Feldwebel bei der Bundeswehr? Karriere mit Verantwortung und Perspektive

Was verdient ein Feldwebel bei der Bundeswehr und wie stark kann sich das Einkommen während der Laufbahn entwickeln? Feldwebel gehören zu den Unteroffizieren mit Portepee und übernehmen weit mehr als rein militärische Aufgaben. Sie führen Soldatinnen und Soldaten, bilden Nachwuchs aus, arbeiten als Spezialisten und tragen je nach Verwendung erhebliche Verantwortung. Das Einkommen setzt sich deshalb nicht allein aus dem Grundgehalt zusammen.

Interessant wird der Verdienst vor allem durch Beförderungen, Erfahrungsstufen, Familienzuschläge und verschiedene Zulagen. Auch Auslandseinsätze können die Bezüge zeitweise erheblich erhöhen. Hinzu kommen Leistungen, die ein Vergleich mit einem gewöhnlichen zivilen Bruttogehalt leicht übersieht. Ein genauerer Blick auf Besoldung, Laufbahn und soziale Absicherung zeigt deshalb besser, welchen finanziellen Wert eine Karriere als Feldwebel tatsächlich haben kann.

Feldwebel bei der Bundeswehr: Besoldung beginnt schon während der Ausbildung

Feldwebel bei der Bundeswehr: Besoldung beginnt schon während der Ausbildung

Die Laufbahn der Feldwebel gehört zur Laufbahngruppe der Unteroffiziere. Bewerber benötigen grundsätzlich mindestens einen Realschulabschluss oder einen Hauptschulabschluss zusammen mit einer förderlichen abgeschlossenen Berufsausbildung. Hinzu kommen persönliche und körperliche Eignung sowie die Bereitschaft, deutschlandweit versetzt zu werden und an Auslandseinsätzen teilzunehmen. Die reguläre Dienstzeit beträgt laut Bundeswehr derzeit zwölf Jahre, bei bestimmten Ausbildungen im allgemeinen Fachdienst oder Sanitätsdienst 13 Jahre.

Finanziell unterscheidet sich die Feldwebellaufbahn deutlich von einer klassischen Berufsausbildung. Feldwebelanwärter erhalten während ihrer militärischen und fachlichen Ausbildung bereits Dienstbezüge und keine niedrige Ausbildungsvergütung wie zahlreiche zivile Auszubildende. Die Bundeswehr nennt mit Stand März 2026 abhängig vom Einstiegsdienstgrad mindestens 2.816 Euro brutto monatlich als Einstiegsgehalt. Mit einer einschlägigen beruflichen Qualifikation kann im allgemeinen Fachdienst sogar der Einstieg mit einem höheren Dienstgrad möglich sein.

Wie lange braucht man, um Feldwebel zu werden?

Die Laufbahn als Feldwebel besteht aus mehreren Ausbildungsabschnitten und kann abhängig von Verwendung und vorhandener Qualifikation unterschiedlich verlaufen. Im Heer absolvieren Feldwebelanwärter unter anderem den Unteroffizierlehrgang und anschließend den Feldwebellehrgang I. Dort werden sie unter anderem auf Führungs- und Ausbildungsaufgaben vorbereitet. Hinzu kommen Fachlehrgänge an den jeweiligen Truppenschulen sowie eine zehnwöchige Sprachausbildung.

Bis zur vollständigen Qualifikation können mehrere Jahre vergehen. Bei den Feldjägern nennt die Bundeswehr beispielsweise eine intensive dreijährige Ausbildung bis zum vollwertigen Einsatz als Feldjägerfeldwebel. Wer bereits eine passende zivilberufliche Ausbildung mitbringt, kann je nach Verwendung anders in die Laufbahn einsteigen. Die zivilberufliche Aus- und Weiterbildung, häufig als ZAW organisiert, kann zudem einen anerkannten Berufsabschluss vermitteln und die Zeit nach der Bundeswehr vorbereiten.

Ausbildung, Auswahlverfahren und Einstellungsvoraussetzung

Vor dem Einstieg steht ein Auswahlverfahren, in dem die Bundeswehr unter anderem persönliche und körperliche Eignung prüft. Neben dem Schulabschluss spielen Motivation, Belastbarkeit, Teamfähigkeit und die Eignung für die vorgesehene Verwendung eine Rolle. Der Eignungstest entscheidet somit mit darüber, welche Ausbildungsmöglichkeit und militärische Tätigkeit infrage kommt.

Die Karriere als Feldwebel kann im Heer, in der Luftwaffe, bei der Marine, im Sanitätsdienst und in weiteren Organisationsbereichen stattfinden. Tätigkeiten reichen vom allgemeinen Fachdienst über technische Berufe bis zu Führungsfunktionen in Kampftruppen. Feldwebel können beispielsweise Personal führen, komplexe Technik bedienen, als Ausbilder arbeiten oder Aufgaben des Sanitätsdienstes übernehmen. Die konkrete Verwendung prägt damit nicht nur den Alltag, sondern kann über Stellenzulagen auch finanzielle Auswirkungen haben.

Was verdient ein Feldwebel bei der Bundeswehr?

Was verdient ein Feldwebel bei der Bundeswehr?

Das Gehalt als Feldwebel richtet sich nach der Bundesbesoldungsordnung A des Bundesbesoldungsgesetzes. Der Dienstgrad Feldwebel beziehungsweise der entsprechende Dienstgrad Bootsmann bei der Marine ist der Besoldungsgruppe A 7 zugeordnet. Auch Oberfeldwebel und Oberbootsmann stehen in A 7, erhalten jedoch eine Amtszulage. Hauptfeldwebel und Hauptbootsmann gehören zu A 8, Stabsfeldwebel und Oberstabsfeldwebel zu A 9, wobei für herausgehobene Funktionen weitere Amtszulagen vorgesehen sein können.

Damit steigt die Besoldung nicht einfach jedes Jahr um denselben Betrag. Entscheidend sind Dienstgrad, Erfahrungsstufe, Funktion und persönliche Voraussetzungen. Was verdient ein Feldwebel bei der Bundeswehr, lässt sich daher seriös nur anhand eines konkreten Falls berechnen. Der offizielle Bezügerechner des Bundesverwaltungsamtes berücksichtigt neben dem Grundgehalt unter anderem Familienzuschlag, Amtszulagen, Stellenzulagen und steuerliche Abzüge.

Was verdient man bei der Bundeswehr Tabelle?

Eine sinnvolle Besoldungstabelle sollte zwischen den Dienstgraden und ihren gesetzlich festgelegten Besoldungsgruppen unterscheiden. Für die Feldwebeldienstgrade gilt nach der Bundesbesoldungsordnung A folgende Zuordnung.

Dienstgrad Heer/Luftwaffe Marine Besoldungsgruppe
Feldwebel Bootsmann A 7
Oberfeldwebel Oberbootsmann A 7 mit Amtszulage
Hauptfeldwebel Hauptbootsmann A 8 mit Amtszulage
Stabsfeldwebel Stabsbootsmann A 9
Oberstabsfeldwebel Oberstabsbootsmann A 9, Amtszulage bei entsprechender Funktion möglich

Die Bundeswehr selbst nennt für ihre Feldwebellaufbahn im März 2026 ein Einstiegsgehalt ab 2.816 Euro brutto. Ihre aktuellen Karrierebeispiele zeigen zugleich, wie stark die persönlichen Verhältnisse den Auszahlungsbetrag verändern können. Ein 18 Jahre alter, lediger Feldwebelanwärter ohne Kinder kommt in einem aktuellen Musterbeispiel auf 2.321 Euro Nettobezüge. Für einen 26 Jahre alten, verheirateten Hauptfeldwebel mit einem Kind werden 3.135 Euro Nettobezüge ausgewiesen.

Wie hoch ist der Dienstgrad Feldwebel?

Der Feldwebel ist nicht der höchste Rang dieser Laufbahn, sondern der erste namensgebende Dienstgrad innerhalb der Dienstgradgruppe der Feldwebel. Über ihm folgen Oberfeldwebel, Hauptfeldwebel, Stabsfeldwebel und Oberstabsfeldwebel. Bei der Marine heißen die entsprechenden Dienstgrade Bootsmann, Oberbootsmann, Hauptbootsmann, Stabsbootsmann und Oberstabsbootsmann. Die Feldwebeldienstgrade gehören zu den Unteroffizieren mit Portepee und stehen unterhalb der Offizierslaufbahn.

Mit dem Aufstieg wachsen üblicherweise Führungsverantwortung und fachliche Anforderungen. Ein Feldwebel kann beispielsweise als Gruppenführer oder Ausbilder eingesetzt werden und damit militärischer Vorgesetzter anderer Soldatinnen und Soldaten sein. Ein höherer Dienstgrad ist allerdings nicht allein eine Folge langer Dienstzeit. Für Beförderungen müssen laufbahnrechtliche Voraussetzungen erfüllt sein, und Verwendung, Leistung sowie verfügbare Dienstposten spielen ebenfalls eine Rolle.

Zulagen können das Gehalt als Feldwebel deutlich verändern

Das Grundgehalt bildet nur einen Teil der möglichen Bezüge. Familienzuschläge, Amts- und Stellenzulagen, Vergütungen für bestimmte zeitliche Belastungen sowie Zahlungen für besondere Funktionen können hinzukommen. Welche verschiedenen Zulagen ein Soldat erhält, hängt von seinem konkreten Dienstposten und seiner persönlichen Situation ab. Ein pauschaler Monatsbetrag für jeden Feldwebel wäre deshalb irreführend.

Noch größer kann der Unterschied während einer besonderen Verwendung im Ausland ausfallen. Der Auslandsverwendungszuschlag wird nach der Belastung in sechs Stufen festgesetzt und beträgt derzeit 54, 77, 93, 111, 131 oder 153 Euro pro Tag. In der höchsten Stufe entsprechen 30 Einsatztagen rechnerisch 4.590 Euro zusätzlichem Auslandsverwendungszuschlag. Die Höhe hängt jedoch von der festgesetzten Gefährdungs- und Belastungsstufe der jeweiligen Verwendung ab.

Wie viel verdient ein Berufssoldat netto?

Wie viel verdient ein Berufssoldat netto?

Ein einheitliches Netto für einen Berufssoldaten existiert nicht. Dienstgrad, Besoldungsgruppe, Erfahrungsstufe, Familienstand, Kinder, Kirchensteuer, Zulagen und weitere individuelle Faktoren verändern die Auszahlung. Die Bundeswehr veröffentlicht deshalb Musterberechnungen statt eines pauschalen Nettogehalts. Für einen verheirateten Hauptfeldwebel mit einem Kind nennt sie aktuell beispielsweise 3.135 Euro Nettobezüge.

Hinzu kommt eine soziale Absicherung, die sich von einem gewöhnlichen Angestelltenverhältnis unterscheidet. Aktive Soldatinnen und Soldaten erhalten unentgeltliche truppenärztliche Versorgung und werden medizinisch grundsätzlich durch die Bundeswehr versorgt. Bei Soldaten auf Zeit ist zudem die Zeit nach dem Dienst finanziell relevant. Der Berufsförderungsdienst unterstützt den Übergang ins zivile Erwerbsleben, während Übergangsgebührnisse nach neuem Recht grundsätzlich 75 Prozent der letzten Dienstbezüge betragen und bei einer bewilligten Bildungsmaßnahme in Vollzeit auf 100 Prozent steigen können.

Feldwebellaufbahn zwischen sicherer Besoldung und ziviler Zukunft

Die Entscheidung für den Beruf Feldwebel ist finanziell mehr als die Entscheidung für einen monatlichen Sold. Die regelmäßige Verpflichtungszeit liegt derzeit bei zwölf Jahren, kann je nach Laufbahnrichtung aber kürzer oder länger ausfallen. Nach Angaben der Bundeswehr sind grundsätzlich Dienstzeiten ab acht Jahren und Verlängerungen auf bis zu 25 Jahre möglich. Auch die Übernahme als Berufssoldat kann für geeignete Soldatinnen und Soldaten eine Perspektive darstellen.

Für Soldaten auf Zeit gewinnt gegen Ende der Dienstzeit der Berufsförderungsdienst an Bedeutung. Er finanziert und begleitet Qualifizierungsmaßnahmen für den Einstieg in den zivilen Arbeitsmarkt und kann noch Jahre nach dem Ausscheiden Leistungen anbieten. Übergangsbeihilfe und Übergangsgebührnisse schaffen zusätzlich finanziellen Spielraum für Studium, Weiterbildung oder berufliche Neuorientierung. Damit kann eine während der Bundeswehr erworbene Qualifikation auch nach dem Dienst einen erheblichen Wert besitzen.

Fazit: Was verdient ein Feldwebel bei der Bundeswehr?

Was verdient ein Feldwebel bei der Bundeswehr, hängt stärker von Laufbahnstufe und persönlicher Situation ab, als ein einzelner Bruttobetrag vermuten lässt. Die Bundeswehr nennt 2026 mindestens 2.816 Euro brutto als Einstiegsgehalt der Feldwebellaufbahn, während aktuelle Musterberechnungen bereits für einen Feldwebelanwärter 2.321 Euro Nettobezüge ausweisen. Mit Beförderungen vom Feldwebel über den Hauptfeldwebel bis zum Oberstabsfeldwebel steigen Besoldungsgruppe und Verdienstmöglichkeiten.

Finanziell attraktiv sind außerdem Familienzuschläge, funktionsbezogene Leistungen und der Auslandsverwendungszuschlag von bis zu 153 Euro täglich. Dem stehen lange Verpflichtungszeiten, mögliche Auslandseinsätze, bundesweite Versetzbarkeit und erhebliche Verantwortung gegenüber. Die Laufbahn verbindet damit vergleichsweise früh ein festes Einkommen mit militärischer Führungsverantwortung, fachlicher Ausbildung und langfristigen Aufstiegschancen.

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