Dr. Franziska Höfer kennt das Gefühl, äußerlich alles erreicht zu haben und innerlich trotzdem leer zu sein. Mit 29 Jahren stand sie genau an diesem Punkt: akademisch erfolgreich, gesellschaftlich anerkannt und doch tief unzufrieden. Dieser innere Bruch wurde zum Wendepunkt ihres Lebens und zur Grundlage ihrer heutigen Arbeit mit Frauen, die sich selbst im Funktionieren verloren haben.
Heute begleitet Frau Dr. Höfer leistungsstarke Frauen, die spüren, dass ihr Leben nach außen passt, sich innen aber nicht mehr stimmig anfühlt. In diesem Interview spricht sie über seelenlose Performance, stille Erschöpfung und echte Transformation. Sie zeigt, warum noch mehr Anstrengung nie die Lösung ist und weshalb Rückverbindung zur eigenen inneren Stimme der entscheidende Schlüssel für nachhaltige Veränderung ist.
Dr. Franziska Höfer aus Ostfildern im Interview

Frau Dr. Höfer, was war der Wendepunkt, an dem Sie Ihr bisheriges Leben hinterfragt haben?
Bei mir kam der Wendepunkt, als ich 29 Jahre alt war. Ich war verheiratet, weil man das eben so macht. Ich hatte meinen Doktortitel in Biologie fast in der Tasche und keine Ahnung, was ich als Nächstes tun wollte. Obwohl von außen alles super und nach Karriere aussah, war in mir nur diese eine Frage:
Wie bin ich hier gelandet?
Ich wurde immer trauriger. In mir war es leer. Bis ich irgendwann jeden Tag geweint habe und mir klar wurde: Das kann es nicht sein.
Ich hatte nie gelernt, meine eigenen Wünsche zu leben. Aber ich konnte hervorragend funktionieren und Erwartungen erfüllen. Ab da fing ich an herauszufinden, was ich wirklich will. Und das habe ich heute, 11 Jahre später, so sehr gefunden.
Was hat Sie dazu bewegt, heute Frauen in tiefgreifenden Veränderungsprozessen zu begleiten?
Weil ich aus meinem eigenen Lebensweg weiß, wie es ist. Wie einsam es sich anfühlt, gerade dann, wenn von außen alles „optimal“ aussieht und man immer wieder hört: „Sei doch froh für das, was du hast.“ Als wäre es genug, wenn andere das eigene Leben „abnicken“.
Die Frauen, mit denen ich arbeite, sind erfolgreich, leistungsstark, intelligent. Sie haben sich etwas aufgebaut. Sie haben ihren Platz gefunden. Und trotzdem fühlt er sich innerlich nicht mehr stimmig an. Sie spielen ihre Rolle für alle anderen gut – so gut, dass sie selbst lange geglaubt haben, dieses Leben müsse doch eigentlich ihres sein. Dass sie sich nicht beschweren dürfen. Dass es ja „geht“.
Mich bewegt, dass so viele Frauen früh gelernt haben, sich selbst zurückzunehmen, um Erwartungen zu erfüllen. Dass genau dieses Über-sich-Hinweggehen belohnt wird: mit Anerkennung, mit dem Gefühl, gebraucht zu werden. Und dass wir dabei irgendwann den Kontakt zu uns selbst verlieren.
Dann stehen viele Frauen gefangen zwischen „So geht es nicht weiter“ und „Ich habe keine Ahnung, was ICH wirklich will“. Ein zermürbendes Dilemma, aus dem sie nicht mehr herausfinden, egal, wie sehr sie sich anstrengen. Denn noch mehr Anstrengung ist der falsche Weg.
Ich musste meinen Weg aus diesem Zustand allein finden. Ohne Orientierung, mit vielen Umwegen. Genau deshalb begleite ich heute andere Frauen dabei. Mit Werkzeugen, die wirklich etwas verändern, damit sie nicht zehn Jahre suchen müssen und nicht all die Umwege gehen müssen, die ich gegangen bin.
Wodurch unterscheidet sich Ihre Arbeit von klassischen Coaching-Ansätzen?
Meine Arbeit richtet sich ganz gezielt an Frauen, die nach außen funktionieren und innerlich spüren, dass sie sich selbst verloren haben. Sie tragen Verantwortung, sind erfolgreich im Job und alles sieht von außen super aus. Aber sie merken gleichzeitig:
So, wie es ist, fühlt es sich nicht mehr nach mir an. Erschöpfung, Gereiztheit oder körperliche Warnsignale wie Schlafstörungen sind kein Zufall. Sie zeigen, dass diese Frauen ein Leben aufrechterhalten, das nicht wirklich ihres ist. Irgendwann haben sie verinnerlicht, dass die Wünsche anderer wichtiger sind, als ihre eigenen. Und ihre innere Stimme wurde leise. Sie haben keinen Zugang mehr dazu, was sie wirklich wollen.
Und genau da setze ich an! Aus meinem eigenen Weg und sieben Jahren Begleitung als Mentorin habe ich 2024 mein Programm UntamedYOU entwickelt. Ein klarer Transformations-Prozess, der Frauen hilft, sich von den äußeren Erwartungen zu lösen und wieder Zugang zu ihrer inneren Stimme zu finden. Die Werkzeuge, die mich selbst aus dem reinen Funktionieren herausgeführt haben, habe ich fundiert gelernt und gebe sie heute weiter.
Dr. Franziska Höfer und der Wendepunkt zurück ins Leben

Welche Themen bringen Frauen aktuell am häufigsten zu Ihnen?
Viele meiner Klientinnen beschreiben ihren Alltag so:
Trotz aller Erfolge fühlt sich ihr Leben nach seelenloser Performance an.
Als würden sie eine Rolle spielen, Tag für Tag. Sie spüren eine innere Leere, obwohl andere ihr Leben für perfekt halten. Sie grübeln ständig darüber, wie sie auf andere wirken. Ob sie alles richtig machen. Ob sie genügen. „Nein“ zu sagen fällt ihnen schwer, selbst dann, wenn sie längst erschöpft sind.
Und abends, wenn endlich Ruhe sein könnte, kreisen die Gedanken weiter. Um offene Themen, Verantwortung, Erwartungen. Abschalten fällt schwer. Oft haben sie Schlafprobleme, Autoimmunerkrankungen oder andere körperliche Symptome durch Stress.
Der gemeinsame Nenner ist, dass diese Frauen nicht mehr wissen, was sie für ihr Leben wollen. Nur, dass es so, wie es ist, nicht mehr lange gut geht.
Was bedeutet für Sie echte Transformation jenseits von schnellen Lösungen?
Langfristige Transformation beginnt zwar mit einer Session, ist aber ein gemeinsamer Prozess. Dieser Prozess braucht Zeit und sichere Begleitung. Alles andere bleibt an der Oberfläche und führt zurück in alte Muster.
Das, was uns im Weg steht, wirklich glücklich zu sein, ist oft früh gelernt und tief im Körper verankert. Transformation beginnt dort, wo Frauen aufhören, sich selbst zu übergehen und sich wieder zu vertrauen: ihrem Körper, ihrem Gefühl, ihrem inneren Kompass. Das passiert nicht über Nacht.
In meinem Programm arbeiten wir sechs Monate auf dem Weg, der Frauen herausbringt, raus aus der seelenlosen Performance, hin zu einem Leben, das sich wirklich nach ihnen anfühlt.
Was möchten Sie Frauen mitgeben, die spüren, dass es so nicht weitergeht und wie kann man mit Ihnen in Kontakt treten?
Wenn du spürst, dass es so nicht weitergeht, ist das dein Signal. Wenn dein Körper dir Zeichen sendet, dein Kopf nur noch grübelt oder du immer wieder zweifelst: „Ist das hier wirklich mein Leben?“, dann kannst du das ändern.
Mein Raum ist richtig für dich, wenn du lange funktioniert hast, dich angepasst hast und dein Alltag sich fremdbestimmt anfühlt, du aber nicht gleich alles hinschmeißen willst. Sondern Schritt für Schritt in dein nächstes Kapitel starten möchtest, das sich endlich voll nach dir anfühlt.
Bist du das? Dann schreib mir eine Nachricht. Gemeinsam finden wir heraus, ob UntamedYOU der richtige Raum für dich ist.
Mehr Einblicke und den Kontakt findest du auf Instagram unter @untamed.academy oder auf meiner Website.
Ich freue mich auf unsere Begegnung.


