Viele Kinder und Jugendliche spüren früh, dass sie mehr sind als Noten, Erwartungen und Rollen. Doch genau dieses innere Wissen geht im Schulalltag und im familiären Druck oft verloren. Zweifel, Selbstabwertung und Anpassung ersetzen Vertrauen und Klarheit.
Ines Banghard begleitet Kids und Teens dabei, sich wieder an ihre Identität zu erinnern. Mit einem klaren Fokus auf Bewusstsein, Selbstbild und innere Stärke zeigt sie, warum echte Entwicklung nicht im Außen beginnt sondern im Gefühl, eins mit sich selbst zu sein.
Ines Banghard im Interview

Was bedeutet „EINS SEIN“ in Ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen?
Bevor ich das beantworte, möchte ich einen Schritt zurückgehen: Meine Seelenaufgabe ist, wie ich am 07.01.2019 über eine Meditation erfahren habe, das Coaching von Kids & Teens. Meine Seelenmission ist EINS SEIN. Das kommt daher, dass, wenn man bei meinem Vornamen die Buchstaben vertauscht, dann heißt es auch EINS und auch SEIN.
Und das ist, was meine Mission ist…die Kids & Teens und alle, also auch mich selbst, noch mehr darin zu erinnern EINS zu SEIN. Und EINS SEIN bedeutet, dass wir alle eins sind, mit allem was existiert, weil wir alle auf dem gleichen Planeten leben.
Konkret bedeutet das für mich im Coaching, den Kids & Teens mitzugeben: „Alles, was ihr in anderen seht, steckt in euch. Also auch alles, was ihr an anderen bewundert, sonst würdet ihr es nicht sehen. Eure Aufgabe: Euch daran zu erinnern, eure Potentiale zu entfalten und eure PS auf die Straße zu bringen.
Gleichzeitig heißt EINS SEIN aber auch, euch zu fragen: „Was kreiert mein Handeln mir, meinem Gegenüber und dem großen Ganzen?“ Also bedeutet EINS SEIN auch, dass alles in uns beginnt und endet und wir selbst die Möglichkeit haben, alles jederzeit zu verändern.
All das bedeutet für mich in meiner Arbeit EINS SEIN.
Wie hat Ihre eigene Schulzeit Ihren Weg zum Jugendcoaching geprägt?
Die Schule hat meinen Weg insofern geprägt, als dass ich nicht Lehrerin geworden bin, was ja eigentlich mein Traumberuf war – ich mit sechs Jahren: „Mama, ich geh‘ auf’s Gymi und ich werde Lehrerin.“
Gleichzeitig war die Schule nicht unbedingt der Auslöser dafür, dass ich jetzt Kinder und Jugendliche coache. Die Schule hat dennoch meinen Weg geprägt und ist heute noch mein Antrieb: So vielen Kids & Teens so früh wie möglich alles an die Hand zu geben, was sie für ihr Traumleben brauchen, damit sie leichter ihr Traumleben im Jetzt leben – in jedem Lebensbereich – glücklich, erfüllt und erfolgreich, damit sie so eine Schei***, wie ich sie teilweise erlebt habe, nicht erleben müssen. Gleichzeitig ist aber nicht nur meine Schulzeit mein Antrieb, sondern es sind auch teilweise andere Bereiche meines Lebens.
Ein ausschlaggebender Punkt war mein Marathon-Training in 2017. 2017 bin ich in Karlsruhe Marathon gelaufen und ich habe diesen auch gefinished. Und durch das Marathon-Training kam ich bewusst mit Mentaltraining in Berührung und da dachte ich: „Will mich das Leben jetzt eigentlich verar*chen? Wenn ich das als Kind und Jugendliche schon gewusst hätte, dann wär’s deutlich leichter gewesen.“ Das war der erste Punkt, als es mir bewusst geworden ist.
Aber so richtig in diese Richtung ging es eben erst am 07.01.2019, als ich meine Seelenaufgabe aufgrund einer Meditation erfahren habe: „Ines, geh zurück zu deinen Wurzeln, mach das, was du seit du sechs bist, machen willst und seit du fünfzehn bist machst und mach es endlich!“ Deshalb: Ja, meine Schulzeit ist teilweise mein Antrieb, aber nicht nur. Demnach würde ich das nicht nur auf die Schulzeit beschränken, sondern auf einige weitere Bereiche meines Lebens.
Und ja, ich lebe jetzt nicht mein Traumberuf, dafür aber meine Berufung.
Warum ist Identitätsarbeit aus Ihrer Sicht der Schlüssel für schulischen und persönlichen Erfolg?
Das A & O. Es ist die Basis von allem. Unsere Identität bestimmt, wer wir selbst sind, wie wir über uns denken und sprechen und wie wir diese Welt sehen. Ein Beispiel, welches es klar verdeutlicht: Ein Kind, welches an sich selbst glaubt, das weiß, dass es alles schafft, was es sich vornimmt.
Dieses Kind ist auch bereit, jede Herausforderung anzunehmen und da durchzugehen, weil dieses Kind weiß, dass es ihm einfach gelingt und es immer Lösungen gibt und sich immer alles fügt.
Ein weiteres Beispiel: Ein Kind, welches über sich denkt, dass es der größte Glückspilz auf diesem Planeten ist, erlebt deutlich mehr Glück als Menschen, die über sich denken, dass sie vom Pech verfolgt werden. Um jetzt diese beiden Extreme zu nennen.
Die Arbeit an unserer eigenen Identität ist somit die Basis und gleichzeitig die Abkürzung, weil es dann gar nicht mehr um die offensichtlichen Themen geht. Stimmt die Basis, dann fällt alles wie Puzzle-Teile einfach an seinen Platz.
Ines Banghard stärkt Kinder und Jugendliche von innen heraus

Was verändert sich bei Jugendlichen, wenn Eltern und Schule einbezogen werden?
Meiner Meinung nach sind Eltern immer mit einbezogen. Eltern verbringen 24/7 Zeit mit ihrem Kind. Nicht immer physisch, aber ein Energieaustausch zwischen Eltern & Kind findet immer statt.
Gleichzeitig ist meine Grundannahme: Alle Eltern wollen nur das Beste für ihr Kind. Und alle Eltern tun auch, nach ihrem eigenen Bewusstseinszustand und ihrer aktuellen Situation, das ihrer Meinung nach Beste für ihr Kind, was in dem Moment möglich ist.
Und klar, je bewusster die Eltern mit sich und ihrem Kind sind und je leichter die Eltern loslassen, desto positiver können sie die Entwicklung ihres Kindes beeinflussen. Und Loslassen bedeutet für mich nicht „nach mir die Sintflut“, sondern: „Ich lasse los. Ich vertraue dir. Ich halte dir energetisch den Raum und wenn irgendwas ist, dann kannst du jederzeit zu mir kommen.“
Und nun kurz zum Thema Schule: Im Endeffekt ist die Schule auch ständig miteinbezogen, weil das bei vielen Kindern der Ort ist, an dem sie die meiste Zeit (außerhalb der Ferien und dem Wochenende) untertags verbringen. Und dass das Schulsystem teilweise veraltet ist, darüber brauchen wir nicht zu reden. Also reden wir doch lieber darüber, was die Pflichten sind. Schüler haben die Pflicht, zu lernen, aufmerksam zu sein, etc.
Die Schule hat die Pflicht, den Schülern den Lernstoff beizubringen. Die Schule hat aber meiner Meinung nach auch die Pflicht, Schülern einen sicheren Rahmen für’s Lernen zu bieten, damit die Kids & Teens sich sicher fühlen, sich aufs Lernen konzentrieren & fokussieren können und sich selbst bestmöglich weiterentwickeln können. Das bedeutet, dass meiner Meinung nach Schulen sehr viel beeinflussen können, wenn sie noch mehr auf die Werte Respekt & Wertschätzung untereinander achten.
Und deshalb ja, bei vermeintlichen Kleinigkeiten schon früher eingreifen, das hat den Vorteil, dass es dann gar nicht so oft zu richtig großen Auseinandersetzungen kommt, weil diese Dinge wie im Keim erstickt werden.
Woran erkennen Sie früh, dass ein Kind oder Teenager innerlich blockiert ist?
Ich würde gar nicht von einer Blockade sprechen. Eine Blockade ist, wie alles, nur Energie. Ich habe es schon so oft erlebt, dass es sich in Nullkommanix verändert hat. Daher würde ich eher davon sprechen: „Woran erkenne ich, dass das Kind sich vielleicht gerade selbst im Weg steht?“ Also, woran erkenne ich das?
Ich erkenne das daran, wie das Kind über sich selbst oder über ein gewisses Thema spricht. Und klar gibt es hier offensichtliche Dinge, wenn Kinder zum Beispiel sagen: „Ich kann das nicht.“ „Wieso immer ich?“ „Wenn die mich nicht mehr ärgern, dann kommen irgendwann andere, die mich ärgern.“ Aber so in der Tiefe, das ist individuell und das ist meine Aufgabe, herauszufinden und dann gemeinsam mit den Kids & Teens zu lösen.
Aber allgemein kann ich schon sagen, dass es wichtig ist, wie das Kind über sich selbst und die Situation spricht, also zum Beispiel positiv und zukunftsgerichtet oder eben negativ und auf die Vergangenheit bezogen. Und Eltern können solche Dinge zusätzlich natürlich auch am Verhalten ihres Kindes und an seiner Körperhaltung erkennen.
Was möchten Sie Eltern und Jugendlichen mitgeben, die gerade zweifeln und wie kann man mit Ihnen in Kontakt treten?
Alles ist in jedem Moment veränderbar. Alles beginnt und endet in jedem von uns. Manchmal bedarf es einfach nur einer Entscheidung, dass sich ab sofort alles verändern soll. Und es geht nie um die Situation an sich, sondern nur darum, wie dein Kind sich selbst in Bezug auf diese Situation sieht.
Meine Botschaft ist hier generell: Holt euch Unterstützung. Ihr als Eltern seid nicht der Coach eures Kindes; genauso wenig wie ihr Nachhilfelehrer, Sporttrainer oder Arzt seid. Und in puncto Arzt: Wir gehen auch zu Vorsorgeuntersuchungen zum Beispiel beim Zahnarzt. Die mentale Prävention ist mindestens genauso wichtig wie die dentale Prävention.
Mein Tipp daher: Scrollt euch einfach mal durch meinen Podcast/Blog und hört/lest die Folgen/Beiträge, die euch gerade rufen. Holt euch meinen Gratis-Online-Kurs für Eltern und / oder vereinbart gleich euer persönliches Gratis-Beratungsgespräch. Alle Infos findet ihr auf meiner Website.



